Auf dem Ökohof Fläming stellt sich der Frühling ein

Der Kirschbaum auf dem Ökohof Fläming steht im März schon in voller Blüte und wird eifrig durch die Bienen beflogen, welche aus dem ersten Nektar schon Honig erzeugen.
Unser Kirschbaum auf dem Hof wird schon stark beflogen

Nachdem im letzten Jahr der Frühling lange auf sich warten ließ und wir um diese Zeit Temperaturen rund um den Gefrierpunkt zu erdulden hatten, hatte es der Frühling in diesem Jahr besonders eilig. Schon im Februar hielt er Einzug und schmolz den wenigen Schnee des kurzen Winters zügig ab. Durch diesen Wärmeschub begannen auch unsere Bienen schon an zu brüten, ebenso wie auch das Geflügel sich ungewöhnlich früh an das Brutgeschäft machte, sodass nun schon alle Puten und Gänse auf ihren Gelegen sitzen. Aber nicht nur auf die Tierwelt hatten die hohen Temperaturen Einfluss, auch die Flora ist in diesem Jahr schon früher dran.

In diesen Tagen hat die Obstblüte begonnen. Im Kirschbaum auf unserem Ökohof summen die Bienen schon fleißig. Allein dieses Summen ist sehr angenehm und schon bei betreten des Hofes gut hörbar. Zudem riecht es deutlich nach Nektar und Honig, sodass es Spaß macht, sich einfach unter den Baum zu stellen und Nase und Ohren ebenso wie auch die Augen an der Blütenpracht und den fleißigen Bienen genießen zu lassen.

Während Schlehe und Pfirsich schon wieder fast am Abblühen sind, legen Löwenzahn und Schneeball jetzt ebenfalls erst richtig los. Bis etwa Mitte Mai wird neben den zahlreichen Obstbäumen im Dorf und an den Feldwegen der Umgebung der Löwenzahn eine der Haupttrachten unsere Honigbienen beim erzeugen der Frühtracht sein.

Auch der Apfelbaum steht dieses Jahr schon außergewöhnlich früh am Start und wird schon bald für die Honigbienen auf dem Ökohof Fläming Nektarspender sein.
Der Apfel steht schon in den Startlöchern

Auch der Apfel, der im letzten Jahr erst Ende April zur Blüte kam, steht in diesem Jahr schon jetzt in den Startlöchern. Er wird in den nächsten Tagen ebenso wie die Pflaumenbäume beginnen zu blühen und das Angebot an Nektar von Obstbäumen komplementieren.

Generell sind alle Obstbäume gute Nektarspender, obgleich es bei höher gezüchteten Sorten  deutliche Unterschiede gibt. Je älter die Sorten sind, desto wahrscheinlicher ist eine optimale Versorgung der Honigbienen mit Nektar. Neuere Sorten, gerade Hybride, ebenso wie viele Ziergehölze sind für unsere Bienen hingegen weniger wertvoll.

Eine Honigbiene sitzt in einer Blüte des Kirschbaums auf unserem Hof. Sie wird reichlich Nektar finden.
Eine Honigbiene in einer Blüte unseres Kirschbaums

Aufgrund des frühen Blühbeginns und der Wärme können sich auch unsere Bienenvölker schon schneller und besser entwickeln, sodass in diesem Jahr mit einem reichen Bienen- und Honigjahr zu rechnen ist. Die Bienenvölker haben für die Jahreszeit schon ziemlich stark ausgedehnte Brutnester in denen schon täglich bis zu 1000 neue Eier durch die Königin gelegt werden. Dadurch werden in 21 Tagen entsprechend viele Bienen auch pro Tag schlüpfen, welches wiederum zu einem starken Volkswachstum führt, sodass sehr viele Bienen eben auch sehr viel Nektar sammeln können.

Bedenklich ist natürlich, dass durch eine starke Vermehrung der Bienen auch eine eben solche der Varroamilbe, dem Nr.1-Schädling der Honigbiene, gefördert wird, sodass auch die Behandlungen gegen diesen Parasiten in diesem Jahr umso effizienter und vehementer durchgeführt werden müssen.

Da sich dieses aber zumindest in unserer Imkerei sicher sehr gut bewerkstelligen lässt, sehen wir dem Frühjahr und Sommer dieses Jahres freudig entgegen und erfreuen uns an der tollen Entwicklung unserer Bienenvölker. Wir werden sehen, was die Honigernte mit sich bringen wird.

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