Erste Honigernte 2014!

Friedrich Rosenthal beim Entnehmen der Honigwaben zu Ernte des Honigs. Die Bienen sind friedlich. Der Frühtrachthonig ist in diesem Jahr reichlich vorhanden.
Friedrich bei der Bearbeitung eines Bienenvolkes

Heute haben wir die erste große Honigernte dieses Jahres hinter uns gebracht. Nachdem die Sonne vormittags noch etwas zurückhaltend war, erfreute sie uns und die Bienen des nachmittags umso mehr. Nacheinander wurden die Bienenvölker geöffnet und die Honigwaben aus den Honigräumen entnommen, welche alle prall mit Honig gefüllt waren. Als Ersatz erhielten die Bienen neue Waben zum Ausbauen. Diese werden sie innerhalb der nächsten paar Tage wieder so aufgebaut haben, dass sie dort neuen Honig sammeln können.

Die ausgeschleuderten leeren Honigwaben erhalten sie morgen wieder zurück. Die Bienen putzen diese Waben dann ebenfalls vom übrig gebliebenen Honig sauber und können diesen sogleich verfüttern. Später werden auch diese wieder mit frischem Honig voll getragen.

Die mit Honig gefüllten Waben werden in Zargen in den Honigraum transportiert.
Die gut gefüllten Honigwaben werden in Zargen zum Schleuderraum transportiert. Eine Zarge kann da schonmal auf gut 30 kg kommen.

Schon in den letzten Wochen deutete sich eine reiche Honigernte an. Die Bienen flogen den gesamten April und Anfang Mai die zahlreich blühenden Pflanzen in Schopsdorf und Umgebung an. Der überwiegende Teil des Honigs dürfte aus Nektar des Löwenzahns sein. Manche Wiese konnte an gelben Blumen mit einem Rapsfeld mithalten. Auch Raps konnten unsere Bienen anfliegen, obgleich der Anteil verhältnismäßig gering sein dürfte, da sich die Rapsfelder ziemlich am rand des Flugradius befinden. Des Weiteren blühten im April die verschiedensten Obstbäume wie Apfel, Kirsche, Zwetschge, Pfirsich und Birne. Schließlich wurde das "Buffet" unserer gut 1.000.000 Arbeiterinnen mit Klee und Lupine abgerundet.

Entsprechend konnten wir nun auch zahlreiche Honigwaben ernten, die natürlich auch alle ihr Gewicht haben. Der Transport vom Bienenwagen zum Honigraum war wohl die schweißtreibendste Arbeit.

Der Frühtrachthonig wurde ausgeschleudert und fließt nun in ein Sieb, um Wachspartikel herauszufiltern.
Der erste Honig 2014 läuft aus der Schleuder

Die Ernte nahm den Rest des Tages fast ganz in Anspruch. Wabe um Wabe wurde entdeckelt, d.h. von den feinen Wachsdeckeln, welche die Bienen über reifen Honig ziehen, befreit. Danach erfolgte die Schleuderung. Die Honigschleuder arbeitet mit Hilfe der Zentrifugalkraft, sodass der Honig an die Wände der Honigschleuder fliegt. Dort fließt er runter, sammelt sich und fließt schließlich aus dem Auslaufhahn in den Honigeimer mit einem Sieb darüber, welches erst grobe Wachsreste und dann nochmal feinere Wachsreste entfernt.

Der Honig wird nun einige Tage in den Eimern gelagert werden. In dieser Zeit wird er täglich einmal durchgerührt, sodass der Frühtrachthonig nicht steinhart sondern sehr fein auskristallisiert und eine entsprechende Cremigkeit erhält.

Der frische Frühtrachthonig wird dann in ein paar Wochen auch hier in unserem Online-Shop erhältlich sein.

Der Traktor zieht den Bienenwagen an den neuen Standort in die Robinie
Mit dem Traktor vor dem Bienenwagen in die Robinie

Für unsere Bienen ging es nun eben auch weiter. Nach Einbruch der Dunkelheit starteten wir die Wanderung. Nachdem alle fleißigen Sammlerinnen, welche noch bis in die späten Abendstunden unterwegs waren, wieder zurück gehkehrt waren, verschlossen wir die Fluglöcher und hängten den Bienenwagen an den Traktor. Der Bienenwagen wurde an einen neuen Standort umgesetzt, an welchem sie nun den begehrten Robinienhonig wie im letzten Jahr sammeln können. Auch hier hoffen wir wie immer auf eine reiche Ernte. Die Chancen stehen gut. Es hat genug geregnet, sodass die Blüten viel Nektar spenden, gleichzeitig ist eine sehr warme Witterung angesagt, sodass unsere Bienen optimales Flugwetter haben.

Wir lassen uns überraschen

Kommentar schreiben

Kommentare: 0