Unsere Rinder

Mutterkuhhaltung auf dem Ökohof Fläming, Bio-Rinderhaltung, Rinder im Ökolandbau, auf der Öko-Weide
Unsere vier Fresser, v.l.n.r: Lise, Wombat, Steven, Elsa

Seit Dezember 2018 leben nun auch vier Rinder bei uns auf dem Hof. Wir haben sie als Kälbchen im Alter von 6 bis 11 Wochen von einem Milchviehbetrieb, nördlich von Brandenburg/ Havel gekauft.

Eine Entscheidung, die es in sich hat, und vor allem zunächst viel Aufwand mit sich brachte: Bio-Kälber müssen bis zur Vollendung des dritten Lebensmonats Vollmilch erhalten - natürlich in Bio-Qualität. Während Kälber in der konventionellen Rinderhaltung häufig Milchaustauscher erhalten, ist das im Ökolandbau nicht möglich. Also haben wir uns von einem anderen Öko-Betrieb in der Region, unweit von Schopsdorf, fast täglich unsere Bio-Milch für die Kälber geholt und sie bei zwei bis drei Mahlzeiten getränkt. Insgesamt haben wir über 500 Liter Milch benötigt. Ende Januar konnten wir dann auch Lise als letzte absetzen.

Gewöhnung an Mensch und tier

Warum wir den Aufwand betreiben und nicht einfach ätere Tiere kauften? So konnten wir die vier direkt an uns gewöhnen. Das Haltungssystem der Rinder ist jetzt letztlich eine Mutterkuhhaltung. Wo in vielen anderen Mutterkuhbeständen die Herden verwildern, war es uns gerade wichtig, dass die Tiere gut zu händeln und den Umgang mit den Menschen gewohnt sind. Entsprechend besuchen wir unsere Tiere jeden Tag auf der Weide. Jeder der vier bekommt mindestens eine Streicheleinheit, sodass auch der direkte Kontakt mit dem Menschen Gewohnheit bleibt. Auch ist Hofhund Susi regelmäßig mit dabei.

Weidehygiene durch Weidewechsel

Ein weiterer Vorteil: Durch die wechselnde Beweidung mit Pferden und Rindern lässt sich eine gute Weidehygiene gewährleisten. Gelangen Endoparasiten der Pferde in den Verdauungstrakt der Rinder läuft die Parasitenentwicklung fehl, sie können sich nicht vermehren und der Parasitendruck nimmt deutlich ab. Andersherum gilt dies auch für die Endoparasiten der Rinder.